15.05.2010 12:10 Age: 115 Tage

Brumbies

 

Wildpferde stellen Australiens High County vor ein Dilemma

Eine Biologiedozentin der University of Wollongong hat eine Reihe australischer Tiere untersucht. Die Wildpferde– die so genannten “brumbies” – wurden in den Mittelpunkt der Forschungen der Wissenschaftlerin über ökologische Dilemma und Katastrophen gestellt.

Am vergangenen Mittwoch hat die Wissenschaftlerin ihr Wissen über die “brumbies” in einem Seminar, das von dem „Institute for Conservation Biology and Environmental Management“ organisiert wurde, geteilt. Das Thema des Seminars lautete: „The scene behind wild horse management in the Austalian Alps. Die Wildpferde gibt es in den Australischen Alpen seit mehr als 150 Jahren.

Die Wissenschaftlerin hat die Tiere und ihren Lebensraum für ihre Doktorarbeit an der University of Canberra im Jahr 2001 untersucht. In dem Seminar am vergangenen Mittwoch erklärte sie, dass die Zahl der Tiere momentan bei etwa 7500 liegt, nachdem sie durch mehrere Buschfeuer in den Alpen im Jahr 2003 auf etwa 2000 gesunken war. Für das Jahr 2012 erwartet die Wissenschaftlerin einen Anstieg um fast 50 Prozent auf 14.000 Wildpferde.

Dieser Anstieg bringt große Veränderungen für die Pferde und vor allem für das empfindliche Ökosystem der Alpen mit sich. Laut der Wissenschaftlerin haben die Wildpferde keine natürlichen Feinde in Australien. Somit wird die Anzahl der Tiere kontinuierlich weiter steigen, wenn der Anstieg nicht von Menschen kontrolliert wird.

Die Ausrottung der Pferde sei aufgrund sozialer, politscher und praktischer Gründe nicht durchführbar. Aber, so die Wissenschaftlerin, Australien muss sich Gedanken darüber machen, was eine akzeptable Anzahl an Pferden ist. Ihr Vortrag sollte aufzeigen, was passieren kann, wenn nichts getan wird und was sich verändern wird, wenn gehandelt wird.